Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms „State Organs“ in Recklinghausen

Eine Dokumentation über staatliche Gewalt, verschwundene Menschen, Verantwortung demokratischer Gesellschaften und wie viel ein Menschenleben wert ist.

Es gibt Themen, die uns besonders berühren, weil sie den Kern unserer politischen Haltung treffen: Menschenwürde, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und der Schutz derer, die keine Stimme haben. Die Berichte über das Verschwindenlassen von Menschen in China und Hinweise auf erzwungene Organentnahmen gehören zu diesen Themen.

Geschichten von Menschen, die eines Tages verschwinden — ohne Erklärung, ohne Abschied, ohne Spur. Familien, die jahrelang warten, hoffen, suchen.

Viele dieser Geschichten enden mit einer grausamen Vermutung: erzwungene Organentnahmen, durchgeführt an Menschen, die nie hätten eingesperrt werden dürfen.

Diese Realität ist schwer auszuhalten und sie betrifft uns alle — weil sie die Frage stellt, wie weit staatliche Gewalt gehen darf und wie die Welt darauf reagiert.

Am 28. Juni 2026

laden wir zu einem Abend ein, der nicht nur informieren soll, sondern berühren, erschüttern und wachrütteln. Ein Abend, der uns daran erinnert, dass Menschenrechte keine abstrakten Prinzipien sind, sondern das Fundament menschlicher Würde.

Warum dieser Abend für uns wichtig ist

Wir wissen: Menschenrechte sind unteilbar. Und wir wissen auch: Sie müssen immer wieder verteidigt werden – gerade dort, wo Staaten versuchen, sie zu unterdrücken.

Die Berichte über das Verschwinden von Gewissensgefangenen, systematische Unterdrückung, staatliche Gewalt und mutmaßliche Organentnahmen zeigen, wie dringend internationale Aufmerksamkeit notwendig ist.

Dieser Abend ist eine Gelegenheit für uns Grüne, Solidarität zu zeigen, Betroffenen zuzuhören, unsere menschenrechtliche Verantwortung ernst zu nehmen und unsere Werte sichtbar zu leben.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion statt.

Teilnehmende sind:

  • Cindy Song – Produzentin
  • Zhihong Zheng – Überlebende des Studentenmassakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens
  • Dr. Andreas Weber – stellvertretender Europadirektor der DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting)

und wir freuen uns besonders, dass

  • Max Lucks, Grüner Bundestagsabgeordneter und Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, an der Podiumsdiskussion teilnimmt. Er bringt die politische Perspektive ein, die wir als Grüne seit Jahrzehnten vertreten: Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

Ihre Stimmen machen deutlich, wie komplex und zugleich menschlich dringlich dieses Thema ist.

Veranstaltungsdetails

  • Datum: Sonntag, 28. Juni 2026
  • Einlass: 16:00 Uhr
  • Filmstart: 17:00 Uhr
  • Ort: Halle König Ludwig 1/2, Alte Grenzstraße 153L, 45663 Recklinghausen
  • Eintritt: frei
  • Voranmeldung: notwendig, da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht

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